Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

Kreuzwegspaziergang 2024

Visits: 178

In lieb gewordener Tradition lädt die Familienliturgie Bredenborn alle kleinen und großen Gläubigen, sowie Interessierte zum Kreuzwegspaziergang am Karfreitag in Bredenborn ein. In der Zeit von 10:30 bis 18:00 Uhr kann jeder für sich oder gemeinsam mit anderen Jesus ein Stück auf seinen Weg begleiten. Die Tour, mit insgesamt 7 Stationen, beginnt und endet in der Pfarrkirche St. Joseph. Eine Übersicht der weiteren Stationen mit einer möglichen Route liegt an Karfreitag in der St. Joseph-Kirche aus beziehungsweise ist weiter unten auf dieser Seite dargestellt. Ortskundigen ist es freigestellt, eine andere Route zu wählen. Ein Textvorschlag oder die Abrufmöglichkeit einer Audioaufnahme über das Smartphone sind an jeder Station gegeben.

Kinder können gerne selbstgebastelte Holzkreuze oder bemalte Steine mit christlichen Symbolen an jeder Station niederlegen.
An der letzten Station wartet noch eine kleine Überraschung auf unsere jungen Gläubigen.

Eine mögliche Route ist auf der Karte abgebildet – natürlich können Sie sich auch Ihren eigenen Weg aussuchen.

Die Texte der dazugehörigen Kreuzwegandacht sind an den jeweiligen Stationen ausgelegt und sind zum Anhören und Mitlesen auf den weiteren Registerkarten dieser Seite zu finden. Ihr könnt auch oben auf die Karte klicken und euch die Texte der einzelnen Stationen nach Anklicken der Marker anhören und durchlesen.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt gesegnete Ostern!

Textquellen:
Der Kreuzweg Jesu (Don Bosco), Die Vorlese-Bibel, meine schönste Kinderbibel, Meditationstexte Hofkirche

Das Abendmahl

In der Kirche unter der Orgelbühne (oder zu Hause)

Im Stillen beginnen wir diesen Kreuzweg. Wir lassen unseren Alltag für eine Weile hinter uns und folgen Jesus auf seinem Weg:

Am Vorabend vor dem Paschafest, an dem die Befreiung aus der ägyptischen Gefangenschaft gefeiert wird, kommt Jesus mit seinen Jüngern zusammen. Er weiß, dass er bald sterben muss. Deshalb will er ein letztes Mal mit seinen Freunden zusammen feiern. Als sie essen, nimmt Jesus das Brot, dankt, bricht es, gibt es den Jüngern und spricht: „Nehmt und esst. Das ist mein
Leib.“ Dann nimmt er den Kelch, dankt, gibt ihn den Jüngern und spricht: “Trinkt alle daraus. Das ist mein Blut, das für viele Menschen vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Wenn ich nicht mehr da bin, dann feiert immer wieder dieses Mahl zum Gedenken an mich.“

Betrachtung:
Zum Zeichen für Jesus letzte Feier, sehen wir vor uns Becher und Teller auf einem Tisch.

Gedanken zur Meditation:
Auf unserem Lebensweg begegnen wir vielen Menschen: Unserer Familie und Verwandten, flüchtigen Bekannten von denen einige zu guten Freunden werden… Gerne kommen wir mit ihnen zusammen – trinken, essen und lachen. Sie sind Hoffnungslichter für uns. Hoffnungslichter in einer Zeit, die sehr schnelllebig ist. In einer Zeit in der sich vieles weiter entwickelt und wir uns manchmal verlieren. Aber auch wir können ein Hoffnungslicht sein und so anderen Menschen Trost und Zuversicht spenden.

Wir beten: Jesus, sei auf unserem Lebensweg bei uns. Schenke uns durch dich und anderen Menschen Hoffnung, Trost und Zuversicht. Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz!

Es geht weiter zur nächsten Station.

Der Verrat und die Gefangennahme

Kreuz auf dem Friedhof

Im Anschluss an das Abendmahl geht Jesus mit drei Freunden zum Ölberg. Jesus hat große Angst. Er weiß, dass es Menschen gibt, die gegen ihn sind. Er sagt zu seinen Jüngern: „Wartet hier auf mich. Bleibt wach und betet.“ Dann geht er ein Stück weiter und betet selbst: „Mein Vater, hilf mir! Wenn es geht, lass das schwere Leid an mir vorübergehen! Aber ich vertraue dir: Es
soll geschehen, wie du willst, nicht, wie ich will.“ Nachdem Jesus sein Gebet beendet hat, kehrt er zu den drei Jüngern zurück. Jesus findet sie schlafend vor und weckt sie.
Plötzlich dringen laute Stimmen durch die Dunkelheit und Fackeln leuchten auf. Es sind Soldaten, angeführt von Judas, einen von Jesus Jüngern. Die Soldaten nehmen Jesus gefangen und führen ihn ab.

Betrachtung:
Zum Zeichen für Jesus Gebet am Ölberg, sehen wir vor uns zwei Olivenbäume. Die Hühnerfedern erinnern uns an den Verrat und das Seil an die Gefangennahme.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Wann nimmt das denn endlich mal ein Ende? Diese Frage stellen wir uns, wenn unser Leben gerade schwer und sorgenvoll ist. Wie geht es weiter, was kommt auf mich zu? Wir wünschen uns sehnlichst, dass sich unsere Probleme und Sorgen (auf-)lösen. Vielleicht gibt es jemanden, der meine Sorgen mitträgt oder sogar wegnimmt. Umgekehrt gehört es aber auch dazu, dass ich die
Sorgen und Probleme lieber Mitmenschen ein Stück mittrage. Also, dass ich ihnen zur Seite stehe.

Wir beten: Jesus, mit so viel Kraft und Mut wollen auch wir schwierige Wege in unserem Leben bewältigen. Sei uns dabei ein Vorbild. Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz!

Es geht weiter zur nächsten Station.

Die Verurteilung

Liborikapelle

Jesus wird die ganze Nacht lang befragt. Es gibt viele falsche Behauptungen. Pilatus, der Statthalter, erkennt, dass Jesus unschuldig ist, aber aus Furcht vor den Hohepriestern lässt er ihn nicht frei.
Am Paschafest darf nach altem Brauch einem Gefangenen die Freiheit geschenkt werden. Neben Jesus gibt es noch einen weiteren Gefangenen, Barabbas, einen Mörder. Pilatus will diese Entscheidung nicht treffen und überlässt es dem Volk, ob Jesus oder Barabbas frei gelassen wird. Das Volk ruft: „Jesus soll sterben!“ und „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!“. Als Zeichen, dass
er, Pilatus, nicht am Tod Jesu schuld ist, wäscht er seine Hände in einer  Schüssel mit Wasser und verurteilt Jesus zum Tod am Kreuz.

Betrachtung:
Zum Zeichen für Jesus Verurteilung, sehen wir vor uns einen Richterstuhl und eine Schale mit Wasser.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Kenne ich das nicht auch? Dass ich ungerecht behandelt werde? Dass ich mich wie an Fesseln gebunden fühle? Dass ich für etwas verurteilt werde, was nicht meine Schuld ist? Oder, dass ich einfach im guten Sinne gehandelt habe?
Diese Ungerechtigkeit lähmt mich. Ja, sie fesselt mich sogar! Ich bin eingeschränkt in meinem Handeln. Ich kann nicht frei leben! Allerdings muss ich mir auch die Frage stellen: Bin ich immer gerecht und gut zu meinen Mitmenschen?

Wir beten: Jesus, löse die Fesseln der Ungerechtigkeit in dieser Welt und lass mich gerecht und gut zu meinen Mitmenschen sein. Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz

Es geht weiter zur nächsten Station.

Die Aufsetzung der Dornenkrone und der Beginn des Kreuzwegs

Bildstock Liebfrauenbrunnen / “Stadtgarten”

Die Soldaten bringen Jesus hinaus. Sie hängen ihm einen Purpurmantel um, drücken ihm einen Stab in die Hand, flechten eine Krone aus Dornenzweigen und setzten sie ihm auf. Die Soldaten schlagen und spucken Jesus an. Dann legen sie ihm das Kreuz auf, an dem er sterben soll. Es drückt schwer auf seine Schultern. Der Weg zum Berg vor der Stadt ist mit der Last weit und
anstrengend. Mit jedem Schritt fällt es Jesus schwerer weiter zu gehen. Die vielen Menschen am Straßenrand haben Mitleid mit Jesus, aber keiner hilft ihm.

Betrachtung:
Zum Zeichen für den Beginn von Jesus Kreuzweg, sehen wir vor uns eine Dornenkrone, ein rotes Tuch ein einen Stab.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Diese schwere Last, sie liegt auch manchmal auf mir, wie ein schwerer Holzklotz. Was lastet da so auf mir? Sind es Aufgaben oder Erwartungen? Ist es Angst, Not oder Schwäche? Vielleicht ist es auch Armut, eine Krankheit oder ein Schicksalsschlag? Und kommt die Last von mir oder wird sie mir von anderen aufgedrückt?
Wenn ich so viel Schweres mit mir herumtragen muss, kann ich mich nicht frei fühlen und bewegen. Wie lange kann ich diese Last wohl tragen?

Wir beten: Jesus, wird denken an Menschen, die es im Leben schwer haben oder schwer krank sind. Sie müssen wortwörtlich „ein schweres Kreuz tragen“. Sei ihnen nahe. Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz!

Es geht weiter zur nächsten Station.

Die Unterstützung durch Simon und Veronika

Josefskapelle

Jesus bricht unter der Last des Kreuzes einige Male zusammen. Bis es so schwer ist, dass er es nicht mehr alleine tragen kann. Ein Bauer namens Simon kommt vom Feld. Die Soldaten zwingen ihn Jesus ein Stück des Weges beim Tragen des Kreuzes zu helfen, bis auch ihm die Kräfte versagen.
Etwas später kommt Jesus an eine Wegkreuzung. Er quält sich unter der Last des Kreuzes. Der Schweiß und Blut läuft ihm übers Gesicht. Eine Frau am Straßenrand sieht das. Sie heißt Veronika. Sie hat Mitleid, drängt sich durch die Menschenmenge, an den Soldaten vorbei und reicht Jesus ihr Leinentuch. Er wischt sich den Schweiß und das Blut aus dem Gesicht, gibt es dankbar zurück und geht weiter.

Betrachtung:
Zum Zeichen von Jesus Qual, sehen wir vor uns Wasserperlen. Doch auch sein Angesicht auf dem Tuch der Dankbarkeit.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Manchmal sind es kleine Dinge, die das Leben von anderen Menschen leichter machen. Manchmal ist es ein Lächeln oder ein freundliches Wort. Dadurch zeige ich Mitgefühl. So erkennt mein Mitmensch, dass ich mich seiner Not annehme und ihm helfe, wie es gerade möglich und nötig ist.
Aber manchmal passt es gerade nicht oder wir wollen uns die Not eines anderen nicht auch noch auferlegen. Umgekehrt bin ich aber froh, wenn mir Menschen helfen, auch wenn es für sie gerade selber schwierig ist. Gemeinsam ist es leichter zu ertragen.

Wir beten: Jesus, lass uns Helfer finden, wenn wir Hilfe brauchen. Und lass uns Hilfe schenken, wenn wir gebraucht werden. Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz!

Es geht weiter zur nächsten Station.

Die Kreuzigung

Ehrenmal Höxterstraße

Jesus erreicht den Berg vor der Stadt. Hier ist der Weg zu Ende. Die Soldaten reißen Jesus die Kleider vom Leib und würfeln, wer die Gewänder behalten darf.
Anschließend schlagen sie Jesus an den Händen und den Füßen mit Hammer und Nägeln an das Kreuz. Über seinem Kopf hängen die Soldaten ein Schild mit der Aufschrift „INRI – Der König der Juden.” Jesus fühlt sich allein. Er schreit: „Gott, warum lässt du mich allein?“ und betet: „Vater, in deine Hände lege ich mein Leben.“ Um drei Uhr nachmittags rief Jesus zum letzten Mal: „Es ist vollbracht!“
Jesus stirbt.

Betrachtung:
Zum Zeichen an Jesus letzte Qual, liegen wir vor uns ein Hammer und Nägel. Die erloschene Kerze zeigt uns, dass Jesus gestorben ist.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Auch ich werde von anderen Menschen eingegrenzt und in ihren Augen festgenagelt. Sie bilden sich eine Meinung und stecken mich in eine bestimmte „Schublade“. Dieses Verhalten ist „normal“. Es sind keine äußerlichen Nägel, aber trotzdem tut es weh. Warum tut man mir das an? Tue ich das anderen auch an? Kann ich daran etwas ändern? Kann ich mich ändern? Muss ich mich ändern? Oder ist alles hoffnungslos  und vorbei?

Wir beten: Gott, wir danken dir für deinen Sohn Jesus. Er hat bis zu seinem Tod viel Leid und Schmerz aushalten müssen. Sei bei ihm! Amen.

Schritt für Schritt, geh’n wir, Jesus, deinen Weg nun mit! Doch uns begleitet die Gewissheit: Der Weg endet nicht am Kreuz!

Es geht weiter zur nächsten Station.

Die Grablegung

In der Kirche vor dem Altar

Jesus wird vom Kreuz genommen. Freunde wickeln ihn in Leinentücher, legen ihn anschließend in ein Felsengrab und verschließen es mit einem großen, schweren Stein.
Alles scheint am Ende, aber der Glaube lässt uns weiter schauen. Er lässt uns einen neuen Tag entdecken: Am dritten Tage nach Jesus Tod gehen zwei Frauen zum Grab. Der große Stein ist weggerollt. Das Grab ist leer. Ein Engel erscheint und sagt: „Jesus lebt! Gott hat ihn vom Tod auferweckt.“ Die Geschichte endet nicht im Grab!

Betrachtung:
Zum Abschluss von Jesus Leidensweg, sehen wir vor uns einen schweren Stein und ein Leinentuch.

Gedanken und Gebete zur Meditation:
Gibt es noch einen Funken Hoffnung? Was gibt mir Hoffnung und Zuversicht? Mein Hoffnungslicht: Vielleicht mein Glaube! Im Vertrauen auf Gott und sein unsichtbares Wirken darf ich hoffnungsvoll nach vorne blicken. Ich darf mich Einhüllen in Gottes Liebe. Er begleitet uns auf allen Wegen und schenkt uns Hoffnung.
Hoffnung auch für den Tod: Auch wenn es schwer ist, von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, lassen wir ihn vertrauensvoll in ein neues friedvolles Leben bei Gott ziehen.
Wir beten: Guter Gott, du hast Jesus nicht im Stich gelassen. Das Grab war nicht die letzte Station für ihn. Er ist auferstanden und lebt. Er ist nun bei dir. Nicht das Dunkel hat gesiegt, sondern das Licht. Amen.

Jesus, wir sind ein Stück auf deinem Kreuzweg mit Dir gegangen, wir haben deinen Weg, deinen Schmerz und dein Leid betrachtet. Wir glauben und wir wissen, dass Du deinen Weg für uns und unser Wohlergehen gegangen bist.

 

Zurück zum Anfang